Pause am schwarzen Meer (Tag 20-28)

Здрасди (Sdrasdi=Hallo) аn alle!

Nach 8 innerlich aufreibenden, auch wunderschönen Tagen in Bulgarien habe ich mich in das kleine Örtchen Sinemorets (Синеморец) ganz südöstlich in Bulgarien zurückgezogen. Grund ist: Ich habe mich im Rilagebirge bei unserer gemeinsamen Tour durch Bulgarien von meiner Freundin getrennt – im Guten. Aber jetzt brauche ich hier in der Abgeschiedenheit erst einmal Ruhe und Zeit. Wie das Leben eben sein kann. Wir müssen uns eben entscheiden, dem Leben, uns selbst sowie unseren Mitmenschen gegenüber authentisch sein und dabei unsere Vorstellungen, Ansichten und Visionen klar ausformulieren. Gedanken, Worte und Taten sollen wahrhaftig und mit echten Gefühlen untermauert sein.

Auch in schwereren Phasen des Lebens sind wir es, die entscheiden, was wir nun aus solchen Situationen machen! Jede Krise beherbergt enormes Wachstumspotential und Mensch kann sein Leben gerade dann noch genauer, ehrlicher (und offener) betrachten. Wo sich eine Türe schließt, öffnet sich woanders immer eine andere. Das Geheimnis ist deine innere Einstellung, dein Glaube, dein Wille: Wovon lässt du diese(n) beeinflussen? Natürlich hast du nicht alles in der Hand, doch deine eigene Ansicht, dein eigenes Handeln in jeder erdenklichen Situation, das hast du in der Hand. Also, es ist Mal wieder Zeit, sich mehr seiner/meiner Verantwortung bewusst zu werden! Ich selbst, sowie die gesamte Menschheit haben noch so viel loszulassen. Damit meine ich von Gott, der Natur und deinen Mitmenschen (und deinem wahren Selbst) trennende Gedanken und Glaubenssätze. Dies wird mir in dieser Zeit umso gegenwärtiger. Das was du tief in dir bist, lebe es, schade damit niemandem und sei du selbst. Verstecke dich nicht hinter einer gesellschaftlich anerkannten Maske! Dieser Weg ist viel einfacher, als wir uns meist vorstellen, wir müssen lediglich den Mutaufbringen diesen zu bestreiten. So sei es!

Trotzdem noch ein paar Worte zur Reise…

Bulgarien hat Magie, wundervolle Natur und viele herzliche Menschen – aber auch eine marode Infrastruktur und eine eher mäßige Versorgung mit hochwertigen Lebensmitteln (außer frischem lokalem Gemüse, das gibt es überall zu sehr erschwinglichen Preisen). Aber überallü in jedem Tante Emma Laden kannst du billigsteb Schokoriegel, Nestlé, Mondalez und Coca Cola Produkte erwerben: welch ein Schman. Es gab nur eine Susnahme: einen kleinen Bioladen im Herzen Plovdivs nahe der großen Moschee. Zur Infrastruktur: Mensch sollte in Bulgarien auf löchrige Straßen, viele Bauruinen und alte heruntergekommene Häuser vorbereitet sein und auch mal mit einem Tag ohne fließend Wasser auskommen können (so geschah es jetzt bei meinem Aufenthalt, dass ein Hydrant platzte und ein halben Tag kein Wasser floss) – für mich alles kein Problem, es fällt halt im Gegensatz zur guten deutschen Infrastruktur sehr auf. Aber lieber etwas Putz der von der Wand bröckelt, als kalte roboterartige Menschen (nicht dass das in Deutschland so wäre!) – beides zusammen ist natürlich fatal.

Rilagebirge – der erste See (wundervoll!)

Die vielfältige Natur Bulgariens durfte ich näher kennen lernen! Von steppenähnlichem Flachland, über alpines Gebirge und Wälder. Höhepunkt war das Rilagebirge, wo ich noch mit meiner Freundin per Anhalter gemeinsam hinfuhr (abenteuerlich!).

Ein echter Geheimtipp zum übernachten dort ist die хижа ловна (Hija Lowna) die von dem Kurort Сепарева баня (Separeva banya) aus zu erreichen ist, wenn Mensch zum Lift dort hochwandert (oder trampt) welcher wiederum direkt zu den sieben Seen dort führt. Aber erwarte dort keinen Luxus, der Ort soll nun grundsaniert werden (was bitter notwendig ist). Der Ort ist über ein eigenes kleines Wasserkraftwerk komplett autark in Sachen Energie. Das ist wirklich etwas ganz anderes, wenn Energie im Überfluss vorhanden ist –und das ist sie eigentlich überall. Der Wartburgschule dieser Berhütte ist ein super gastfreundlicher und hilfsbereiter Mensch, mit dem du dich tiefgründig austauschen kannst. Er möchte an der Hütte noch 6 Jahre arbeiten, um dann nach Alaska auszuwandern – das nenne ich Mal eine Ansage!

Die junge Welpin Explorer sorgt immer für frischen Wind an der Hütte!
Хижа Ловна (Hija Lowna) eine versteckte Berghütte am Nordhang des Rilagebirge bei den sieben Seen.

Übrigens gibt es hier (an einigen Orten, nicht nur am Berg) an so vielen Ecken kostenlos bestes Quellwasser aufzufüllen! Das sollte sich in der EU als Standard durchsetzen.


Das finde ich noch interessant mitzuteilen, schaut euch die Buchtitel (bzw. Buchvorderdeiten) mal genauer an 😉 Generell kann Mensch sich hier viel offener über Politik, Hintergründe und auch Spiritualität/Religion austauschen – ich schreibe von deinen wahren Ansichten darüber. Das ist echt schön.

Diese sehr kritische Lektüre gibt es in einem renommierten Buchgeschäft mitten in Plovdiv zu erwerben – in Deutschland nahezu unvorstellbar.

Nun lasst es euch gut gehen und folgt eurem Herzen in Verbindung mit eurem Gefühl und Verstande. Viel Freude im Hier & Jetzt, jeder Moment ist wertvoll.

Frieden sei mit euch

2 Kommentare zu „Pause am schwarzen Meer (Tag 20-28)“

    1. Hey Jørgen,
      yes I am very fine! Right now I stay a night in Zarzma (South Georgia). Very hospital monks here!

      How are you and Donald? You are still in Malko Ternovo?

      Peace be with you
      björn

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