5 Gewohnheiten, mit denen du aufhören solltest

Ich selbst probiere ständig etwas aus, lasse mich gerne von meiner Umgebung motivieren und inspirieren. So manche Tips, wie tägliche Einnahme unzählbarer künstlicher Nahrungsergänzung sind Murks, andere wiederum machten mich freier, lebendiger und zielgerichteter. Und von Tabak, Alkohol und anderen Drogen wird ohnehin so oft abgeraten, dass ich mich lieber auf Gewohnheiten unter dem Radar konzentrieren möchte. So möchte ich hier 5 Dinge weitergeben, die es aufzuhören lohnt. Die eigene Erfahrung hat es mich gelehrt.

(1) Höre auf Pornos zu schauen!

Tabu um Tabu wurde bereits in der Filmindustrie gebrochen. Alles wurde darin behandelt. Brutalität, Perversion und Trash. Am Krassesten tut sich hier die Pornoindustrie auf, die Filmmaterial produziert, in welchem Erotik und Sexualität im Mittelpunkt steht.

Es gibt auch inspirierende Erotikfilme

Gegen anregende, sanfte erotische Bilder und Filme sei auch hier garnichts einzuwenden. So zum Beispiel einfühlsame Nacktmassagen, bei denen sich Zeit für den Gegenüber genommen wird. Es kann gestorbenes in einem wiederbeleben und neue sexuelle Inspiration geben. Bei solchen Filmen ist die Kamera oft noch distanziert, kommt auch ganz ohne direkteste Nahaufnahmen aus. Die Schauspieler sind – im Gegensatz zu einem Großteil der Pornografie vor der ich hier warne – sich auf Augenhöhe und mit gewisser Echtheit. Von solchen Filmen möchte ich garnicht abraten, das fällt in den Bereich inspirierende Erotikfilme.

War ich Pornosüchtig?

Ich möchte hier einfach mal Kund tun, wie gut es mir tat, mich ein für alle Mal von den 99% der anderen Pornographie zu lösen. Mit Sicherheit habe ich von meinem 14tem Lebensjahr an bis ich etwa 21 oder 22 Jahr jung war mindestens einmal im Monat Pornos konsumiert (oft auch häufiger). Die harten Filme zeigten mir Dinge, an die ich selbst in meinen wahnwitzigsten Fantasien nicht gedacht hätte. Und als ich meine erste Freundin hatte, merkte ich, wie viel Unsinn mir da in den Kopf getan wurde. So reflektierte und hinterfragte ich meinen Pornokonsum grundlegend.

Es kommt natürlich auch darauf an, wie du es zu dir nimmst

Doch grundlegend habe ich beobachtet: Die Pornos, welche Tabus gebrochen haben, die brutalen (oft die Frau erniedrigenden) Pornos und diese dort gezeigten harten Praktiken lassen uns verrohen. Mal ganz von den Schauspielern abgesehen, die dort ihre Seele verkaufen in diesem erbarmungslosen Geschäft! Das hat nichts mit aufrichtiger Sexualität zu tun, wird oft nur des Geldes oder anderer bedauerlicher Gründe wegen von den Schauspielern praktiziert. Und somit kann es auch keine liebende, aufrichtige Sexualität in dir befeuern. Es platziert falsche Bilder, hohe Erwartungen (z.B. lange eine intensive Sexualstellung aushalten zu müssen) und stumpft meines Erachtens nach in extremem Maße ab.

Doch genauso zeigen einige Studien, dass es mal wieder darauf ankommt, aus welchem Antrieb und wie oft wir pornographisches Filmmaterial ansehen, ob es Auswirkungen auf uns hat. Alles was exzessiv betrieben wird, ist bekanntlich schädlich.

Sex als schöpferischer Akt

Quelle: Pixabay.com, Fotografin: bubulina65

Dabei ist Sexualität so etwas heiliges, ein schöpferischer wundervoller Akt. In diesem sollen wir mit unserem Partner verschmelzen uns gegenseitig zeigen und öffnen – nicht beherrschen oder rein körperlich sein. Sich dies zu bewahren oder wieder herzustellen bedarf meiner Einsicht nach eines konsequenten Verzichts auf die übertriebenen pornografischen Inhalte, die heute in jeder Ecke des Internets kostenlos anzuschauen sind. Es lohnt sich, es lässt uns Sexualität wirklich selbst entdecken und nicht kopieren!


(2) Mediensucht verschwendet kostbare Lebenszeit

Insbesondere auf Überkonsum von Fernsehen, Zocken, Smartphone und Facebook, Instagram und YouTube sei dieser Rat bezogen. Ich kann diesen Schritt jedem nur wärmstens ans Herz legen. Du brauchst keinen Fernseher, du brauchst ebenso wenig stundenlang vor dem Internet oder deinem Smartphone sitzen, vor Facebook, Twitter oder Instagram. Wenn du glaubst, einen Fernseher zu brauchen, um Informationen zu erhalten oder tiefgründige Filme/Dokumentationen, dann behalte ihn für diesen Zweck. Doch wenn du ehrlich zu dir bist, wie oft stellst du den Fernseher oder andere Medien einfach nur zur Berieselung an? Heutzutage werden Medien verschiedenster Art durchschnittlich 9 Stunden am Tag genutzt (!). Ist das wirklich notwendig?

Zocken und dann? Wovor laufen wir bei all der Beschäftigung durch Medien weg? Quelle: pixabay.com, Fotograf: Pexels

Was ich denke, was du brauchst sind persönliche wertvolle Kontakte, Kontakt zu deiner Seele, zu deiner inneren Stimme, Intuition und Wahrheit. Das lehrt mich mein eigener Wandel in Bezug auf Medienkonsum und Kommunikation. Du brauchst Kontakt zur Natur, Mutter Erde und Vater Sonne. Du brauchst Kontakt zu deiner Familie.

Was möchtest du später mal weitergeben können? Dass du täglich drei Stunden fern gesehen hast  (was uns in dieser Größenordnung in einen hypnotischen Bewusstseinszustand verfallen lässt) oder dass du selbst etwas geschaffen hast, deinen persönlichen Zielen nachgegangen bist? Du entscheidest mal wieder. Ich kann dir nur schreiben, wie sehr der Rausschmiss meines Fernsehers aus meinem Leben mich positiv beeinflusst hat. Genauso ein bewussterer Umgang mit Medien und Bildschirmen im Allgemeinen.

Ruhe. Pause.

Mehr Zeit zum wirklichen Ausruhen und wichtigen Dingen, weniger Ablenkung und klarere Gedanken sind wichtig. Zudem wirst du dadurch weniger von dem Schrott der im Fernsehen häufig läuft manipuliert, das braucht wirklich kein Mensch.

 

 


(3) Irgendwas kaufen – wofür?

Überall in unserer „zivilisierten Welt“ gibt es etwas zu kaufen. Noch ein Brötchen am Bahnhof, eine Nussfruchtmischung für den Weg oder könnte ich nicht doch diese Hose im Schaufenster gebrauchen? Das summiert sich finanziell und ist oft garnicht nötig.

Wenn ich mich in solchen Situation einfach frage „Hey, brauchst du das gerade wirklich?“ ist die Antwort meistens schlicht: Nein! Doch der Reiz es einfach schnell zu tun, sich was zu gönnen, wie mensch in unserer Gesellschaft so schön sagt ist verlockend. Das abzutrainieren kostete mich persönlich viel Aufwand und Kraft. Und ich habe es nicht mit reiner Willenskraft versucht, mich auch nicht zu hart verurteilt, wenn ich einfach mal Bock auf etwas habe (was dann fast immer irgendwelche Backwaren oder Naschereien sind). Ich fühle einfach im Nachhinein, dass das unnötig war und halte mir dieses Gefühl bewusst. So wächst mensch Stück für Stück aus diesen Gelegenheitskäufen, die nicht unserem Bedarf entspringen. Sondern einem Möglichkeiten nutzen, Ablenken wollen oder gut inszeniertem Reiz folgend. Bleibe achtsam 🙂


(4) Kaffee als Genussmittel – nicht als Notwendigkeit!

Ich will hier ja nicht dogmatisch werden. Doch sagt mir mein Körper, dass die putschende Wirkung dieser gerösteten Bohne aus Übersee, Afrika oder Indonesien eigentlich nur ein Genussmittel sein kann. Die Einnahme in der Regelmäßigkeit und Übermaß, in dem es von vielen verzehrt wird, ist somit ungesund (Artikel Zentrum der Gesundheit). Ou, böses Wort: ungesund. Jemand möchte dir etwas streitig machen. Auf den Punkt gebracht: Stimmt!

Stellenwert des Kaffee enorm hoch

Kaffee gehört zu den Grundnahrungsmitteln in Deutschland und ist deshalb lediglich mit 7% Umsatzsteuer versteuert. Grundnahrungsmittel 😀 – Das ist schon seltsam, da Kaffee hier nicht natürlich wächst. Es zeigt den hohen Stellenwert, den es mittlerweile hat – für viele wahrscheinlich garnicht wegzudenken! Jährlich konsumiert ein Deutscher 4,2 Kg Kaffeebohnen, das sind 2 Tassen pro Tag. Wie viel der ein oder die andere so trinkt, wenn Menschen wie ich vielleicht 2 Tassen pro Jahr trinken, kann mensch sich denken.

Ebenso ist wichtig: Wenn Kaffee, dann bitte fair gehandelter Bio-Kaffee 🙂

Höre auf deinen Körper

Meine persönliche Reaktion auf Kaffee ist Nervosität, Unkonzentriertheit und ein schneller pochendes Herz. Da zeigt mein (sensibler) Körper mir, dass dieser Stoff nicht notwendig sein sollte um in den Tag zu starten oder seine Tagewerk aufrecht zu erhalten. Gleiches gilt natürlich auch für schwarzen Tee. So kann ich hier natürlich nur für mich sprechen, doch höre ich in aller Regelmäßigkeit wie gut es denen tut, die mal auf Kaffee verzichten, die Menge reduzieren oder auf „sanftere Stimulierer“ wie grünen Tee zurück greifen.

Auch wenn du Kaffeeliebhaber bist. Versuche doch mal, einen Monat darauf zu verzichten und schaue, was es mit dir macht. Probieren geht über studieren.


(5) Jammern bringt nischt!

Quelle: pixabay.com, Designer: succo

Eine Gewohnheit, die in 90% der Fälle keine sinnvolle Rückendeckung hat. Worüber jammern wir hier allzu oft? Über die wirklich wichtigen Dinge im persönlichen, spirituellem und politischem Leben? Mal ganz davon abgesehen: Was bringt Jammerei überhaupt?

Ich will nicht schreiben, wir dürfen das Schlechte und Böse nicht benennen. Nein, ganz im Gegenteil. Ich schreibe über diese Kleingeistigkeit und Opferhaltung mit der häufig über Belangloses geschimpft wird. Da ergießen sich die Gemüter, wenn es beispielsweise um eine kritische Schiedsrichterentscheidung geht. Aber halten sich viele zurück, wenn es um das Ansprechen unangenehmer Tatsachen geht. Ja, wo ist das Geschrei, der Aufruf dann? Oder noch weiter gefragt: Wo ist die Selbstreflektion und der eigene Anteil an solchen Problemen dann?

Zeitverschwendung

Ich möchte deine und meine Zeit nicht mehr damit verschwenden mich stundenlang über Belangloses zu echauffieren. Klar tue ich das auch noch (öfter als mir lieb ist), aber ich halte es bewusst in Grenzen – denn sonst wird dieses Jammern zum Fass ohne Boden, du ergießt dich darin und es wird nie voll sein.

Viel mehr lohnt es sich doch in den Spiegel zu schauen und sich zu fragen: Was kann ich machen? Anstatt zu jammern, die Dinge lieber konkret benennen oder es selbst machen. An die Ursache und Wurzel gehen. Schauen, was du selbst zur Lösung beisteuern kannst.

So jammer ich nicht mehr über die rote Ampel, die mir jetzt 45 Sekunden Lebenszeit raubt (oh je!), sondern nutze die Zeit lieber um genauer dem Lied zu lauschen, dass gerade läuft, um den anderen Verkehr und die Menschen zu beobachten oder mich darauf zu besinnen, wo ich gerade hinfahre, was ich dort machen und sagen möchte. Und überhaupt dankbar dafür zu sein, dass ich den Luxus habe, mit einem Auto von A nach B kommen zu dürfen. So wird das Jammern im Keim erstickt.


Schön finde ich es ebenso, diesen Artikel mit diesem Bild enden zu lassen. Das lag noch in den Weiten meiner Festplatte herum:

Frieden sei mit dir

3 Kommentare zu „5 Gewohnheiten, mit denen du aufhören solltest“

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