Ökozid // Massentierhaltung

„Der großräumige, langfristige und erhebliche Schaden oder die Zerstörung der Umwelt (Mitwelt).“ Nach der International Law Commission ist Ökozid seit 1991 ein Strafbestand gegen den Frieden und die Sicherheit des menschlichen Zusammenlebens.

In rasanter Geschwindigkeit holzen wir den Regenwald ab, vermüllen wir die Ozeane, werden Spezies ausgelöscht, Insekten dezimiert, die Erde erodiert und demineralisiert – viele regionale Einflüsse, die einen weltweiten Ökozid anbahnen! Wir sind alle auf die uns umgebende Ökosysteme und ihre kostenfreie, großzügigen Dienstleistungen angewiesen. Ohne Sauerstoffproduktion der Pflanzen, Bodenverbesserer, Wasserreiniger, Niederschlagserzeugung oder kühlen Schatten der Bäume (uvm.) wären wir nicht hier und könnten dieses Wunder nicht erfahren! Hier würde es ganz schön anders aussehen. Im kompletten Widerspruch zu den Wünschen der meisten Menschen, die Natur, unsere Mitwelt und das Klima zu schützen und wieder angemessen zu behandeln, opfern wir diese Grundlagen des Lebens auf dem Altar kurzfristiger Profite. Durch Versiegelung, Verstädterung, Naturentfremdung, Treibhausgasemissionen und all den anderen Ursachen des anbahnenden Ökozids. Verzeihung für die Kürze und Plakativität in welcher ich dieses wichtige Thema hier behandele. Doch wer mehr Infos haben möchte, lese zum Beispiel diese Fakten. Ich frage mich: Ist das normal?

Weltweit werden jedes Jahr 60.000.000.000 Tiere für den Verzehr durch Menschen geschlachtet. Die Massentierhaltung, die gigantischen Schlachthäuser, unnötige lange Tiertransporte sind für einen Großteil dieses Verzehrs etabliert worden. Ich schreibe hier nicht von ländlich idyllisch gelegenen gut geführten Tierhaltungsbetrieben, sondern von den viel häufigeren ekelerregenden Massentierhaltungen und schrecklichen Schlachtszenen. Etwa 70% der Ackerfläche weltweit wird verwendet um Tierfutter zu produzieren, damit Menschen wiederum die Tiere essen. Eine unglaubliche Verschwendung von Ressourcen und Arbeit. Wenn wir einfach anfingen, die pflanzlichen Erzeugnisse eines Großteil dieser Ackerfläche selbst zu essen, wäre der Welthunger schon in wenigen Jahren gestillt – vorausgesetzt, die Ernte wird gerechter aufgeteilt (was bereits heute zu 8 Milliarden satten Mägen führen würde). Unglaubliche Mengen von Trinkwasser, Gülle und Blut könnten wir uns so ersparen. Genauso wären wir gesünder und das Tierleid würde massiv gesenkt werden. Wenn Massentierhaltung für dich wirklich normal geworden ist, dann weiß ich leider auch nicht mehr weiter.