Organisiert euch

Gemeinsam sind wir stark. Um das zu erfahren müssen wir nur anfangen. Wir müssen dafür geduldig sein. Wir müssen uns edelmütigen Grundsätzen verschreiben und für Frieden und das Gemeinwohl arbeiten. Wir dürfen uns nie kompromittieren lassen auf unserem gemeinsamen Weg. Wir müssen uns gegenseitig wach machen, uns erinnern wer wir wirklich sind und an den wirklich wichtigen Dingen arbeiten.

Behalte immer im Hinterkopf. Diejenigen, die Menschen versklaven wollen, Menschen dumm halten wollen und nur eigene Machtinteressen voranbringen wollen sind hervorragend vernetzt und organisiert. Wie können sonst diese Kriege stattfinden, diese gefakten Terroranschläge (z.B. der elfte September) gemacht werden und sinnlose Systeme gegen den Willen des Volkes aufrecht erhalten werden? Denke darüber nach.

Bildquelle: https://www.pinterest.de/pin/254875660134565636/ Alle Rechte vorbehalten.

Natürlich ist der wichtigste Schritt an sich selbst zu arbeiten. Doch in Gemeinschaft, selbst wenn es lediglich eine kleine Nachbarschaftsinitiative ist, lernen wir mehr und schneller. Deshalb ist es mindestens genauso wichtig, sich gemeinsam und selbstbestimmt zu organisieren!

Wir Menschen sind soziale Wesen, gemeinsam sind wir eins. Also mache es wahr, was du dir in deinen kühnsten Träumen und Visionen vorstellst. Visualisiere es. Mache dir klar, was es bereits für tolle Organisationen und dezentrale Gruppierungen gibt und schließe dich Ihnen an. Oder nimm etwas selbst in die Hand, wonach dein Herz verlangt. Es wird dich unheimlich bereichern, selbst wenn es hart werden sollte. Aber wenn du es nicht machst, so wie du es dir wünscht, macht es wohl möglich niemand. Du bist berufen es zu tun. Suche Gleichgesinnte, sprecht über konkrete Ziele und organisiert euch dezentral um etwas Gutes für euch und das Gemeinwohl voran zu bringen.

Gerade, wenn wir in unseren Familien oder sonstigem Freundeskreis keine Möglichkeit haben uns für Themen zu organisieren, wonach unser Herz verlangt, fühlen sich einige Menschen isoliert und alleine gelassen. Doch glaube mir: Es gibt bereits viele Menschen, die auch nach Gemeinschaft suchen, wie du und ich. Das Geheimnis, welches wir noch nicht gelüftet haben ist jenes der Selbstorganisation.

Das Friedensforschungsdorf Tamera. Bildquelle: http://gleichgewicht.at/category/okodorf/ Alles Rechte vorbehalten.
Das Ökodorf Sieben Linden. Bildquelle: https://derwohnprojekteblog.wordpress.com/2017/02/25/wohnprojekt-oekodorf-sieben-linden/ Alle Rechte vorbehalten.

Es gibt bereits wunderbare Pionierprojekte und Ideen, die uns zeigen, dass es funktioniert. Ökodörfer zeigen, wie der Wille nach einer friedvollen Zukunft im Einklang mit der Natur Wege bereiten kann. Doch was viele vergessen: Das alles ist harte Arbeit und kommt nicht von heute auf morgen. Auch gibte es häufig im Innern und Äußern Widerstände, Bequemlichkeiten und restriktive Gesetze, die einem so manch eine Unternehmung schwer machen wollen. Doch wer einen Ziel hat, kennt auch Wege friedlich dort hin zu kommen. Genauso, wie es sich massiv lohnt, an sich selbst zu arbeiten, lohnt es sich, diese Arbeit in friedensstiftende Ideen und Organisationen zu investieren.

Die Kommunikation spielt dabei eine essentielle Rolle. Eine Organisation mit Menschen, die sich untereinander gut kennen, einander so annehmen wie sie sind ist sehr stark. Dies wird durch eine lebhafte Kommunikationskultur, gemeinsame Unternehmungen und gemeinsame Meditationen oder Naturerfahrungen erheblich bestärkt. Also redet nicht nur am Tisch miteinander, sondern begegnet euch ebenso als Menschen, nicht nur als Teil einer Organisation.

Wichtig ist: Klein anfangen und kontinuierlich immer weiter wachsen. So haben alle mal begonnen.


Doch meistens sind wir nicht dabei, uns anzufangen zu organisieren, sondern bestehende Organisationen zu suchen und beizutreten. Auf solche möchte ich hier hinweisen. Danke für eure Pionierarbeit!

Solidarische Landwirtschaft

Solidarische Landwirtschaft. Bildquelle: https://akademieintegra.wordpress.com/2011/09/15/netzwerk-solidarische-landwirtschaft-gegrundet/ Alle Rechte vorbehalten.

Wie kann eine verantwortungsvolle, lebensspendende Landwirtschaft aussehen, die gleichzeitig die Existenz der Menschen, die dort arbeiten, sicherstellt?

Solidarische Landwirtschaft ist dafür das Konzept der Zukunft (auch Community Supported Agriculture oder kurz CSA (USA) Freihof, Solidarhof, Landwirtschaftsgemeinschaftshof; AMAP (Frankreich), Teikei (Japan)). Ökologische Nahrungsmittelproduktion und Solidarische Landwirtschaft sind essentiell für eine nachhaltige Entwicklung.

Konkret handelt es sich dabei um einen Zusammenschluss von einem (selten mehreren) landwirtschaftlichen Betrieb oder Gärtnerei mit einer Gruppe privater Haushalte. Auf Grundlage der geschätzten Jahreskosten der landwirtschaftlichen (Bio-)Produktion verpflichtet sich diese Gruppe regelmäßig im Voraus einen festgesetzten Betrag an den Hof zu zahlen, der mit dem Geld seinen Möglichkeiten entsprechend wirtschaftet. Die AbnehmerInnen erhalten im Gegenzug die gesamte Ernte sowie weiterverarbeitete Erzeugnisse wie Brot, Käse etc. sofern der Hof diese herstellt.

Artabana – Selbst organisierte Gesundheitsfürsorge

Gegenseitige Hilfe im Krankheitsfall, Therapiefreiheit, dezentrale Organisation, Vertrauenszuwachs durch Gemeinschaftsbildung, Motivation zur gesunden Lebensführung, Ehrenamtliche Selbstverwaltung. Das alles bietet die Idee Artabana.

Aus einer freien, persönlichen Entscheidung heraus finden sich mündige Menschen in einer Gemeinschaft zusammen. Diese Wahlgemeinschaft bildet einen sozialen Rahmen, indem gemeinschaftliches Handeln aus einem individuellen Impuls heraus geübt und gelebt werden kann.

Die Gemeinschaft achtet die individuelle Andersartigkeit und Souveränität jedes Einzelnen und schützt seine Privatsphäre. Der Einzelne anerkennt die Ziele der Gemeinschaft und trägt mit einem wachen Interesse an seinen Mitmenschen zu deren Umsetzung bei.

Rudolf Steiner hat es einmal so formuliert: „Heilsam ist nur, wenn im Spiegel der Menschenseele sich bildet die ganze Gemeinschaft, und in der Gemeinschaft lebet, der Einzelseele Kraft.“

Regionalgelder

Ich persönlich bin ein großer Befürworter von Regionalgeldern. Beispielhaft stelle ich hier das größte und erfolgreichste Regionalgeld Europas vor: Den Chiemgauer. Es entstand 2003 aus einem Projekt der Waldorfschule in Prien mit sechs Schülerinnen und dem Initiator Christian Gelleri. Das ist wirklich eine inspirierende Geschichte. Wie aus einer einfachen Idee über die Zeit ein sehr gut organisiertes Regionalgeld entsteht.


So gibt es noch viele wunderbare weitere Ideen zur dezentralen Vernetzung und Organisation. Alles ist bereits da. Wir müssen einfach das machen, was uns am meisten interessiert und bewegt!