Mein persönlicher Eindruck von den Ereignissen des 29.08. auf der riesigen Demo für Grundrechte und gegen das Corona-Regime in Berlin. Was kritisiere ich? Was fiel mir positiv auf ? Bunt und Kaiserreichsfahnen – was war da los?

Zudem möchte ich, dass meine Intention gegen Corona-Verordnungen und Angstmache, sowie für Grundrechte auf die Straße zu gehen, deutlich wird.

Ich bin
(1) für verhältnismäßige Politik
(2) für einen offenen wertschätzenden Dialog
(3) für Wissenschaftlichkeit statt Angst
(4) gegen Diskriminierung, Gewalt und Extremismus


(5) als Idealist auf der Straße

  • für Dezentralisierung von Macht
  • Eigenverantwortung
  • ein gesundes Immunsystem und das Wissen wie es zu stärken ist
  • einen angemessenen Schutz der Menschen, die ein höheres Risiko zu erkranken haben, ohne diese zu stigmatisieren und auszugrenzen.

Frieden sei mit euch


2 Kommentare

Ulrich Raisch · 17. September 2020 um 0:51

Lieber Björn Wegner ! Ich bin durch Zufall auf diese Seite aufmerksam geworden und hab mir das Video hier und das Interview bei ” Van Frieden ” angesehen. Die 5 Postulate oben kann ich vollumfänglich unterschreiben, sie sind konsensfähig. Allerdings geht es hier auch um die Grundlagen, insbesondere von unserem Grundgesetz her. Und von daher gibt es leider offene Flanken. Denn der Katalog der Grundrechte Art. 1 bis 19 GG und Art. 20 GG ist bei weitem nicht alles. Es gibt nämlich sogenannte grundrechtsgleiche Rechte wie Art. 33 II GG ( Zugang zu öffentlichen Ämtern ), Art. 38 GG ( Wahlrecht, auch passiv ! ), Art. 101 I 2 GG ( gesetzliche unabhängige Gerichte ), insbesondere Art. 103 I GG ( rechtliches Gehör ), die mindestens eben so wichtig sind. Und der Ewigkeitsartikel Art. 79 III GG kann leider von einer totalitären Macht mit qualifizierter Mehrheit ausgehebelt werden, zum Beispiel im schlimmsten Fall mit Erpressung durch militärische Gewalt. Und dann wird auch das Widerstandsrecht aus Art. 20 IV GG nicht mehr greifen. Ihr ganzer Idealismus in allen Ehren ! Aber ich fürchte : er könnte scheitern schon am juristischen Halbwissen. Ich hoffe, Sie bereiten sich beizeiten vor. Nach den beiden Demonstrationen im August 2020 und insbesondere mit den Entscheidungen der Verwaltungsgerichte und schlussendlich auch von BVerfG ( zum Protestcamp ! ) müssten Sie sensibilisiert sein, die von mir hier thematisierte offene Flanke im Bereich des Juristischen deutlicher zu sehen und zu bearbeiten. Dabei wünsche ich Ihnen von Herzen alles Gute und viel Erfolg ! Freundliche Grüße aus Stuttgart von Ulrich Raisch, M.A.

    bjoern · 21. September 2020 um 15:08

    Hallo Ulrich,

    Juristerei ist definitiv nicht meine Stärke, aber die Notwendigkeit der Änderung in diesem Bereich ist mir natürlich als Zwischenschritt sehr bewusst. Ich persönlich befürworte auch direkte Volksentscheide auf Bundesebene, die im GG fehlen, würde die Schulpflicht noch einmal grundlegend überdenken (gehört ja auch zu unseren “Grundrechten”) und es müssen mehr Artikel unter Ewigkeitsklausel gestellt werden, die einfach unantastbar sein sollten (usw. usf.). Doch viel wichtiger ist: Art. 28 GG – Die Hohheit der Kommune, der dezentralisierte Ansatz – kombiniert mit einer selbstbegrenzung der Macht (sowas wie jetzt mit der Ermächtigung von Spahn darf garnicht geschehen!) und einer reinen Ausübung dieser Tätigkeit der Politiker (also keine “Nebentätigkeiten” sondern reiner Dienst “am Volk”), die dazu wirklich befhähigt sind, weil sie das in der Vergangenheit unter Beweis gestellt haben. Direkte Mandate finde ich zudem schicker als Parteienkladderadatsch…immer weiter Richtung Deznetralisierung, was eine wache, kritische und mit Vision ausgestattete Bevölkerung voraussetzt.

    Herzlichst, björn

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